26.08.2018 NUARACHER HÖHENWEG - LOFERER STEINBERGE -Nuaracher Hoehenweg

Bei dieser Gratüberschreitung sitzt man immer in der ersten Reihe


 

Als einer der schönsten Höhenwege in den Nordalpen wird er beschrieben - der Nuaracher Höhenweg. Schön ist er auf jeden Fall, da sind wir uns einig. Auf einer Höhe zwischen 2.500 und 2000 m überschreitet man -teilweise ausgesetzt, immer wieder auch Hand anlegend, aber nie sonderlich schwierig- eine Reihe von sechs, wahlweise auch sieben Gipfeln, die hier überwiegend Hörner genannt werden. Wer schwindelfrei ist und sich in steilem Schrofengelände sicher fühlt, sollte keine Probleme bekommen.

Wir wählen die entspannte Variante und steigen am Sonntag Vormittag vom Lofer Hochtal zur Schmidt-Zabierow-Hütte  auf. Dort treffen wir auf den ehemaligen Hüttenwirt, der in Erinnerungen schwelgt und den wir aufgrund gewisser Umstände den Decknamen "Weißbier-Peter" geben. Er macht uns für den
Nachmittag das Große Reifhorn (2.487 m) schmackhaft, ein guter Tipp, wie sich herausstellt. Zwei Stunden später genießen wir die Aussicht von dort oben und freuen uns auf den Tag morgen.

Schmidt-Zabierow-HütteWieder prächtiges Bergwetter am Montag Morgen. Nach einem kurzen Frühstück stehen wir bald auf dem Großen Hinterhorn und damit am Beginn des Höhenweges. Es folgt ein langes Auf und Ab immer entlang des Grates. Nur einmal vor dem Rothörndl verlässt der Weg den Gratverlauf und quert südlich unter diesem Hörndl den Kamm, um auf dem Schaflegg wieder den Grat zu erreichen.

Eine luftige Klettersteigeinlage hinauf zum Seehorn rundet diese tolle Tour ab. Rund acht Stunden Gehzeit ohne größere Pausen liegen seit dem Frühstück hinter uns und wir geniessen vom letzten Gipfel, dem Ulrichshörndl, den Blick auf den Pillersee.

Zwei Stunden sind es noch hinunter nach St. Ulrich, das früher Nuarach hieß. In der Führerliteratur wird Ausblickedarauf hingewiesen, dass es auf dem Höhenweg kein Wasser gibt. Die eigentliche Herausforderung folgt aber erst in St. Ulrich: Hier gibt´s kein Bier, zumindest nicht in Form einer Einkehrmöglichkeit. Um der drohenden Unterhopfung zu entkommen, sitzen wir -nachdem wir diesen Schock verarbeitet haben- im nächsten Bus nach Waidring und kurz darauf im Biergarten.

Von Lofer aus geht man dann nochmal 30 Minuten zum Parkplatz Lofer Hochtal. Mit den letzten Metern kommen die ersten Tropfen, der Himmel zieht zu. Gut, wenn man dann nicht mehr am Grat ist...

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