13.06.2017 ÜBERSCHREITUNG KLEINER WAXENSTEIN -WETTERSTEINGEBIRGE-Waxensteine

Tolle, einsame und alpine Bergtour im Werdenfelser Land


 

AUFSTIEG:

Vom Parkplatz Hammersbach (EUR 3,-- / 12 Std.) anfangs über den Weg zur Höllentalklamm dann bald weiter auf einen Forstweg und einen Steig in die Mittagsreißn. Die Orientierung ist etwas verzwickt, eine gute Beschreibung gibt es auf tourentipp.de. Ab dem mittleren Teil des Anstieges kann man sich an den schwachen weiß/blauen Markierungen orientieren.

MittagsreissnIn der Reißn angelangt direkt in ihr hinauf. Nicht zu früh nach links in die Schrofen des Manndls abbiegen, den richtigen Abzweig markiert ein Steinmann.
 
Es geht gleich über steile Schrofen hinauf zum Sattel zwischen Manndl und kleinem Waxenstein. Als Anhaltspunkte dienen eingeschlagene Metallheringe. Nicht schwer, aber ab hier muss man konzentriert gehen.
 
Für den Weiterweg hat man die Wahl zwischen einem Stemmkamin und der Umgehung in den steilen Abbrüchen über dem Höllental. Ich verschmähe den Kamin und weiche nach links aus, das ist auch der Normalweg. Einige in die Latschen gebunden Bänder markieren den Durchstieg, der gar nicht so eindeutig ist. Wieder nicht schwer, aber luftig.
 
Schließlich gelangt man an den Grat, auf ihm oder manchmal ausweichend gehts länger als zunächst gedacht Richtung Gipfel. Zwölferkante
 
Direkt davor wartet noch eine steile Wand, die mittels luftigem Quergang zu erreichen ist. Sieht zunächst nach schwererem Gelände aus, aber sobald man die erste Schritte macht, findet man immer gute Tritte und Griffe.
 
Am Gipfel öffnet sich ein toller Blick auf das Wettersteinmassiv und die gegenüberliegende Zwölferkante, eine tolle alpine Klettertour im oberen vierten Grad. Auch heute ist eine Dreierscheilschaft in der Kante.
 
 
WestgratABSTIEG:
 
Es bieten sich grundsätzlich drei Möglichkeiten für den Abstieg an: Zurück auf dem Anstiegsweg, Abstieg zur Mittagsscharte über den Westgrat und dann von dort entweder durch die Mittagsschlucht auf dem schnellsten, aber sicher gefählichsten Weg zurück nach Hammersbach. Oder von der Mittagsscharte nach Süden hinab zur Höllentalangerhütte.
 
Den Abstieg über den Westgrat (III) erleichtert ein einbetonierter Abseilhaken. Mit zweimal abseilen (50 m Halbseil reicht) steht man in der Mittagsschlucht. Der Blick in diesen Schlund bestärkt die Entscheidung über die Südflanke abzusteigen. Diese quer man erst einmal und überschreitet einige kleinen Scharten. Nicht zu früh absteigen, das Gelände bricht nach unten ab. Erst eine rote Markierung "GW" zeigt an, dass man den Normalweg des Großen Waxensteins erreicht hat. Hier steigt man nun den spärlichen roten Markierungen folgend zur Höllentalangerhütte ab. Das Gelände ist nicht schwer, aber durchgehend steil und erfordert bis zum Schluss ständige Konzentration. Gerade wenn man sich schon auf der Hütte wähnt, erfordern zwei Abbrüche nochmals ausgesetzte Kletterei.
 
Weiter nach Hammersbach, entweder durch die Höllentalklamm, oder ohne Tourimassen über den Stangensteig, der aber ca. 100 Hm extra bedeutet.
 
Insgesamt tolle, alpine und einsame Tour.
 
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